Geschichte von Grüntal-Frutenhof

 

 Wie bei vielen Schwarzwalddörfern liegt auch bei Grüntal und Frutenhof die Zeit der Gründung  im geschichtlichen Dunkel des "finsteren Mittelalters". Zum ersten Mal wird "Gruonendal" in einer Urkunde der Tübinger Pfalzgrafen von vor 1103 am Rande erwähnt. Die Besiedelung dürfte, wie wahrscheinlich auch die umliegenden Dörfer, zwischen 800 und 1050 erfolgt sein. Um 1470 taucht der  "Fruthof" als einzelnes Hofgut und Erblehen der württembergischen Herzögen in den Büchern der herzoglichen Kellerei in Dornstetten auf und gehörte damals schon zu Grüntal. In dem um 1150 angelegten Schenkungsbuch des Benediktpriorates Klosterreichenbach im Murgtal findet sich zum ersten Mal ein sich mit Grüntal befassender Vorgang, als ein Bauernhof in Grüntal beschrieben wird, den ein gewisser Werner von Weitingen im Gäu dem Kloster vermacht hat. Der ursprüngliche Weiler bestand aus sechs Bauerngüter und gehörte zum "Waldgeding" einer mittelalterlichen Nutzungs- und Verwaltungsgemeinschaft. Nach den Tübinger Pfalzgrafen waren die Grafen von Eberstein, bei Baden-Baden, im 13. Jahrhundert Besitzer von Grüntal. Diese verkauften es 1421 an die Grafen und späteren Herzöge von Württemberg, wo es bis 1806 vom herzoglichen Amtmann bzw. Vogt in Dornstetten verwaltet wurde. Mit der Erhebung Württembergs 1806 wurde die Gemeinde Grüntal (mit dem Weiler Frutenhof)  Bestandteil des Oberamtes und heutigen Landkreises Freudenstadt. Mit der Verwaltungsreform  in Baden-Württemberg wurden Grüntal und Frutenhof  1972  das Freudenstädter Stadtteil Grüntal-Frutenhof .